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Kaninchenzuchtverein I 61 Georgsmarienhütte e.V.

Siegfried Mindrup
Am Mühlenkamp 21
49086 Osnabrück
Tel.: 0 54 1 / 38 68 67
Fax: 0 54 1/ 9 33 77 87

 

Die Vereinsgeschichte

Der Verein wurde am 10. September 1932 im Ledigenheim von Georgsmarienhütte gegründet. Unter den sieben Gründungsmitgliedern war auch Wilhelm Andres, der dann zum 1. Vorsitzenden gewählt wurde und dieses Amt 42 Jahre ununterbrochen ausführte.

Bereits 1932 wurde die erste Tischbewertung durch Preisrichter Ewald Landwehr, Bielefeld durchgeführt, der dann auch weiterhin bis 1936 immer hier als Preisrichter tätig war. Zu dieser Zeit fand dann immer in Osnabrück als überörtliche Schau die sogenannte Reichsfachgruppenschau statt. Der Verein wurde unter dem Kennzeichen F. 37 geführt.

Das Jahr 1936 war der erste Höhepunkt im Vereinsleben, denn der Wanderpokal des Herrn Regierungspräsidenten zu Osnabrück konnte mit 8,5 Punkten errungen werden. Der Monatsbeitrag lag damals bei 0,30 Reichsmark.

Die Jahre zwischen 1930 und 1940 waren eindeutig die Aufbaujahre des Vereins mit den entsprechenden Höhen und Tiefen. Auch in schwierigen Zeiten war es immer wieder Wilhelm Andres, der der Verein zusammengehalten hat.

1937 wurde die erste Lokalschau durchgeführt und erbrachte einen Überschuß von 70,53 Reichsmark. Wegen dieses großen Überschusses wurde sogar ein Abendessen für 1,25 Reichsmark pro Person von der Kasse bewilligt.

Am 3. Juli 1937 wurde dann der Verein auf das heutige Kennzeichen I.61 umbenannt. Als Wirtschaftsrasse wurden die Deutschen Widder vorgeschrieben.

1939 nahmen die Wirren des Krieges ihren Lauf. Im Jahre 1940 wurde das Lokal Heinrich Unger zum Vereinslokal. Da die Kriegsjahre für alle sehr schwierig waren wurden die Beitragszahlungen ausgesetzt und Feldpostpakete zu 2,86 Reichsmark für die Zuchtfreunde an der Front gepackt.

Anfang 1940 wurde die Gaststätte Anton Schmitz zum Vereinslokal. In diesen Jahren wurde von der Reichsfachgruppe für Kaufwesen festgelegt, daß alle Felle der geschlachteten Tiere zu verwerten bzw. abzugeben sind.

Die Jahre von 1940 bis 1955 gingen so dahin ohne das Besonderheiten zu vermelden waren. Im Jahre 1958 wurde das Vereinslokal nach Dröge, Oesede verlegt. Der Verein hatte nunmehr bereits 17 Mitglieder. Es begann die Zeit der Gemeinschaftsschauen mit dem Verein I. 109 Hasbergen. Außerdem wurden die Geflügelzuchtvereine Georgsmarienhütte und Hagen angegliedert, so daß nun Geflügel- und Kaninchenschauen durchgeführt wurden.

Im Jahre 1959 wurde das Vereinslokal nach Dütmann, Oesede verlegt. Der Mitgliederbestand hatte sich auf 24 erhöht. Zu diesem Zeitpunkt waren im Zentralverband Deutscher Kaninchenzüchter 63.783 Mitglieder organisiert.
In diesem Jahr wurde erstmals die Myxomatose erwähnt.

1965 konnten auf der Lokalschau 314 Besucher gezählt werden. Mit 655 tätowierten Tieren wurde 1966 ein Rekord aufgestellt. Im gleichen Jahr bewertete erstmals Heinz Kolbe, Bielefeld die Tiere.

1967 war als Krisenjahr des Vereins zu bezeichnen, denn durch Unstimmigkeiten kamen viele Austritte zu Stande.

1969 fand die erste Lokalschau in Kloster-Oesede im Saal Steinfeld statt.
Man hoffte damals auf eine Ausstellung in der für 1970 geplanten Mehrzweckhalle in Oesede, die jedoch nie gebaut wurde und seinerzeit im Rat mit 22 zu 21 Stimmen abgelehnt wurde.

In den Jahren ab 1970 war unser Verein immer besonders als Veranstalter des Kreisverbands-Züchtertreffen gefragt, das im Schützenhaus von Georgsmarienhütte stattfand.

Das Jahr 1974 ist als weiteres stürmisches Jahr zu bezeichnen, denn in der Jahreshauptversammlung erhielt der bisherige Vorsitzende Wilhelm Andres keine Mehrheit und Friedrich Mindrup wurde zum 1. Vorsitzenden gewählt. Danach wurde es wieder ruhiger im Verein. Jeder konzentrierte sich auf die Zucht und die entsprechenden Erfolge blieben nicht aus. Somit wurde 1975 während der ANK in Osnabrück der Kreisverbandswanderpokal errungen.

Anfang 1980 wurde dann die Idee geboren aus Anlaß des 50-jährigen Vereins- jubiläums im Jahre 1982 die 1. Allgemeine Teutoburger-Wald-Schau ins Leben zu rufen. Mit 822 Tieren im ersten Jahr wurde bereits ein sehr gutes Ergebnis erzielt. Das Rekordergebnis von 3.619 Tieren wurde bisher von keiner allgemeinen Schau in der Bundesrepublik Deutschland erreicht. Der Erfolg wurde uns leider nicht immer gegönnt, denn sogenannte Nebengeräusche vom Landesverband und Zentralverband haben uns nicht aus dem Konzept gebracht.

Durch die stetig steigende Tierzahl waren wir gezwungen weitere Zuchtfreunde anzusprechen, um den gewaltigen Arbeitsaufwand zu meistern. Erfreulicherweise waren die Meller Zuchtfreunde vom Verein I.62 Melle unter der Führung von Günter Wilms sofort bereit die Angelegenheit zu unterstützen.

In den Jahren von 1982 - 2000 haben wir durch die Allgemeinen Teutoburger-Wald-Schauen viele Zuchtfreunde aus nah und fern als wirkliche Freunde kennengelernt. Noch heute bedauern wir sehr, daß aus Gründen von hohen Auflagen und mangelnder Unterstützung der behördlichen Entscheidungsträger, wir die Durchführung der allseits sehr geliebten Schau einstellen mußten.

Noch heute, ein Jahrzehnt nach der letzten Schau, wird man noch immer auf das besondere Event von Georgsmarienhütte angesprochen. Das zeigt eindeutig, daß die Schau allseits für immer in sehr guter Erinnerung bleibt.

In den Jahren von 2001 - 2010 haben wir dann die Vereinsaktivitäten neu organisiert. Neben der jährlichen Tischbewertung im Oktober sind auch die Besuche der großen Ausstellungen im In- und Ausland besondere Höhepunkte.
Der Besuch der Europaschau in Nitra/Slowakei per Flugzeug war wohl ein außergewöhnliches Erlebnis. Aber auch die Bundesschauen sind in all den Jahren für uns immer eine Reise wert gewesen.

Auch die Geselligkeit kommt bei uns im Verein nicht zu kurz, denn Wandertage, Grillabende, Tierbesprechungen und sonstige Feierlichkeiten werden sehr gerne wahrgenommen.

Im Jahre 2012 steht das 80-jährige Vereinsjubiläum an. Folgende Vorsitzende haben den Verein in diesen Jahren geführt:

Wilhelm Andres von 1932 - 1973
Friedrich Mindrup von 1974 - 1993
Werner Peitzmeyer von 1994 - 2001
Siegfried Mindrup von 2002 - heute

Siegfried Mindrup, 1. Vorsitzender